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Die analoge Haluzinelle

Die "Analoge Haluzinelle" ist eine Erfindung von Ijon Tichy, weil er auf Dauer nicht gleichzeitig Omeletts machen und steuern konnte bzw. beim Steuern auch mal einschlief und sich einen Helfer wünschte. So baute er sich ein "Haluzinellenvertechnikgerät" in seine Spülmaschine ein. Als er es einschaltete, erwartete er eigentlich einen Wissenschaftler als Hologramm, aber stattdessen kam eine junge Frau im Putzlappenkleid zum Vorschein, die zunächst nichts anfassen konnte. Also musste er noch mal tüfteln und bekam es schließlich hin, dass sie Gegenstände auch anfassen und halten konnte.

Die "Analoge Haluzinelle" war zunächst total unerfahren und machte vieles falsch, lernte aber schnell immer mehr dazu. Sie verhält sich überraschend menschlich, so kritisiert sie ihn auch mal, widerspricht ihm, ist beleidigt oder aufmüpfig. Dennoch befolgt sie Tichys Anweisungen meistens erstmal. Obwohl sie kein menschliches Wesen ist, nimmt sie im Laufe der Zeit immer mehr menschliche Eigenarten an, z. B. Kranksein oder Schlafen.

Der Körper der "Analogen Haluzinellen" ist ein verdichtetes Hologramm, das aus Photonen besteht, die ein Strahler innerhalb der Rakete aussendet. So ist ihr Wirkungskreis auf die Rakete beschränkt, sie kann sie also normalerweise nicht verlassen. Tichy baut den Strahler in der Nähe der relativistischen Strudel jedoch so um, dass sie außen auf der Rakete entlanggehen kann. Für den Spaziergang auf dem Möbelplaneten konnte sie die Rakete sogar verlassen, musste ihre umgebaute Spülmaschine aber mitschleppen. Interssanterweise ist diese Spülmaschine sogar noch funktionsfähig, so daß es kein Wunder ist, daß die analoge Haluzinelle am Geschmack von Spültabs Gefallen findet, obwohl sie ihrem Wesen nach eigentlich nichts essen muss.

Über die persönlichen Vorlieben der "Analogen Haluzinellen" ist wenig bekannt. Sie ist jedoch sehr neugierig und lernbegierig und wird Tichy in Zukunft sicher noch manches Mal überraschen.



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