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Die Rakete

Ijon Tichys Rakete ist eine der Mühlenklasse III (mit 3 Zimmern und Pütt-Antrieb), wurde auf Kardelinien gebaut und ist einer fliegenden Pfeffermühle nicht ganz unähnlich. Die Kardelinier sind ein Volk von Tüftlern, Bastlern und Ingenieuren und bauen neben Raketen auch alles Mögliche an anderen Geräten als Zubehör. Von manchen ist noch nicht mal die Funktion genau bekannt, etwa der "Atomsäule", die Ijon als Kühlschrank dient, sich jedoch hin und wieder aus unbekannten Gründen überhitzt.

Ein weiteres bemerkenswertes Bauteil der Rakete ist die Tür mit der Bezeichnung "Drucklichtschleuse", die den Haupteingang darstellt und nicht nur immer dahin führt, wohin man gerade will (Keller, Kosmos etc.), sondern sich auch immer automatisch in gerade Position bringt, egal ob die Rakete gerade liegt oder steht.

Ijon hat die Rakete mit weiteren Bauteilen ausgestattet, z. B. der "Prahlmodusvertechnik" aus Enteropien, mit der man die Rakete in buntes Licht tauchen kann. Weiterhin hat er einen Speiseaufzug, der aber keinen Sinn macht, weil die Rakete nur ein Stockwerk hat, und ihn deshalb als Krempellager benutzt. Besonders wichtig ist das Entkrytofonium, das die Schilder auf der Landefläche fremder Planeten entziffert. Außerdem baut Ijon bestimmte Bauteile aus Geräten aus, wenn er sie an anderer Stelle benötigt, und vergisst es manchmal hinterher. Das führt dann meistens zu überraschenden Effekten.

Interessanterweise fehlt der Rakete ein wichtiges Bauteil, nämlich ein Autopilot. Da dieser jedoch zur Standardausrüstung von Raumfahrzeugen gehört, ist anzunehmen, dass ihn entweder die Kardelinier vergessen haben einzubauen, oder, was wahrscheinlicher ist, er im Laufe der Zeit kaputt ging und Ijon ihn aus Kostengründen nie ersetzt hat. In seinen Sterntagebüchern ist zwar nicht die Rede davon, aber er würde das auch sehr ungern zugeben.

Die Rakete wird noch mit altertümlichem Raketenbrennstoff betrieben, der auch für den Gasherd verwendet wird. Dieser Brennstoff hat zwar den Vorteil, dass man ihn leicht und preiswert herstellen kann, seine Explosionskraft ist aber nicht zu unterschätzen. Nicht wenige Unfälle in den Mühlenraketen sind auf Gaslecks oder unsachgemäßem Umgang mit dem Treibstoff zurückzuführen. Außerdem sind Inspektionen bei dieser Art von Treibwerk relativ teuer. Deshalb wird er inzwischen nur noch von Frachtern benutzt, die lange Stecken zurücklegen müssen - oder eben von Abenteurern vom Schlage Ijon Tichys.



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